Mensch wird doch noch fragen müssen

Bei der CFM ist die Schlichtung beendet. 14 Jahre Auseinandersetzung sollen in einen Haustarif münden. Endlich hat die Nasenpolitik der Chefs ein Ende – unsere Löhne steigen einheitlich und wir bekommen mehr Urlaub. Dies wurde auch Zeit, denn 14 Jahre haben CFM und Konsorten auf unserem Rücken ihre schwarze Null erwirtschaftet und nicht Giebe, sondern wir werden uns in der Altersarmut wiederfinden. Nur durch unsere Entschlossenheit und Kampfbereitschaft haben wir es geschafft, der Charité/CFM diese Zugeständnisse abzuringen.
Leider beinhaltet das Schlichtungsergebnis nicht unsere eigentliche Forderung: TVöD. Es stellen sich daher viele Fragen… Warum startet erst jetzt die Berliner Krankenhausbewegung von ver.di mit der Forderung Entlastung und TVöD für alle? Warum wurden die Kämpfe der Vivantes-Servicegesellschaft, bei der der Tarifvertrag ausläuft und somit die Friedenspflicht, und CFM nicht zusammengeführt? Warum wird die voraussichtliche Änderung des Berliner Hochschulgesetzes (Hochschulen, auch die Charité, müssen dafür sorgen, dass in ihren Töchtern der TVöD gezahlt wird, wenn es dort keinen anderen Tarifvertrag gibt) nicht genutzt, um ein Datum für die vollständige Überführung in den TVöD zu verhandeln? Oder warum konnte uns der landeseigene Konzern Charité dazu zwingen, dass die Schlichtung in größter Verschwiegenheit geführt wurde? Warum kennen wir und nicht mal der Betriebsrat, bis heute, keinen genauen Wortlaut der Schlichtung? Ist das auf Anweisungen der CFM-Geschäftsführung oder des Berliner Senats selbst? Egal wie die Fragen zu beantworten sind, wir genießen unsere Erfolge und werden sehr sicher weiter machen!

PS: Wir haben auch nicht vergessen, dass die CFM während unseres Kampfes die Gelegenheit nutzte, gleich zwei Mitglieder der Tarifkommission zu kündigen.

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