2025 geht richtig gut los
Denn die Laufzeiten haben ein Ende! Ob’s nun neue Verhandlungen für den TVÖD sind – ganz vorne dabei sind die Kolleg:innen der Charité und von Vivantes – oder der Tarifvertrag unsere Kolleg:innen bei der CFM. Wir alle sind bereit! Und unsere Chefs wissen das. Es wird gemunkelt, dass die obere Etage der CFM schon versucht, einzuschüchtern: verlangt ja nicht zuviel, ansonsten müssen wir Extern vergeben. Also outsourcen von den Outgesourcten! Nicht mit uns!
Noch eine Leitung mehr
Die Verträge von der Personalchefin und dem Vorstand der Krankenversorgung wurden bereits vorzeitig vom Aufsichtsrat verlängert. Ob „unsere“ Finanzchefin beim Aufsichtsrat auch so gut ankommt, wissen wir nicht. Aber es wird einiges getan, um die vorgegebenen Leistungszahlen 2025 zu erreichen. So wird auch mal wieder eine kaufmännische Leitung eingestellt. Ganz neu bei CISORM, also dem OP-Bereich im DHZC. Und ganz neben der bereits bestehenden kaufmännischen Leitung des DHZC und der des OP-Managements der Charité. Warum? Nun, da muss doch einfach aus den OP-Sälen und OP-Teams noch mehr raus zu holen sein.
Besser ohne Chefs
Mensch, da wird ja richtig zum Sturm geblasen gegen die Kürzungen des Berliner Senates in Kultur, Daseinsvorsorge und Wissenschaft. Sogar im Intranet der Charité wurde der Aufruf der Landeskonferenz der Rektor:innen und Präsident:innen der Berliner Hochschulen zur Protestkundgebung am 19.12.24 veröffentlicht. Doch wir wissen, mit denen haben wir nur wenig gemeinsam und eine Kundgebung mit den Chefs der Hochschulen wird uns nicht vor einer neuen Outsourcing-Welle und Tarifflucht bewahren. Dazu müssen wir schon ohne Chefs in die Auseinandersetzung gehen. Und das auch nicht nur am 22.2.25 (nächste Demonstration von ver.di).
Pflegefachassistenzgesetz
Noch so ein tolles Wortungetüm aus den Zeiten der Ampel. Der Deutsche Pflegerat (DPR) trommelt ordentlich für dieses Gesetz. Ziel sei eine bundeseinheitliche Regelung zu Ausbildung der Pflegeassistenz. Natürlich wird immer wieder von Qualität der Versorgung oder Respekt vor den Kolleg:innen gelabert. Respekt? Den haben wir 2024 bei Helios oder beim Jüdischen Krankenhaus gesehen. Die hatten so viel Respekt, dass auch langjährige Kolleg:innen der Assistenz gleich mal entlassen wurden. In Österreich sind die Klinikchefs so respektvoll, dass sie mehr und mehr des deutlich schlechter bezahlten Assistenzpersonals einstellen und dafür Patient:innen nur noch selten eine vollausgebildete Pflegekraft zu Gesicht bekommen. Huhu DPR – Qualität? Respekt?
Heuchler
Nach dem Ampel-Aus gibt es zwar noch keinen Bundeshaushalt 2025, aber Vorschläge der Koaliationsparteien. Die FDP orientiert sich am argentinischen extrem-neoliberalen Präsidenten. SPD und Grüne wundern sich über die Erfolge der Rassist:innen und Rechtsausleger:innen bei AfD und Co. Doch gleichzeitig betreiben sie deren Spiel und planten die Ausgaben für Sprach- und Integrationskurse zu halbieren. Insbesondere Kurse für Frauen und Jugendliche sollten eingespart werden. Die Ampel ist aus, doch von der nachfolgenden Regierung, Merz hin oder her, ist wohl auch nur die Übernahme des AfD-Programmes zu erwarten. So hat der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes Haldenwang seine politische Karriere begonnen mit der Aussage: „Zuwanderung darf nur stattfinden, wenn das auch im nationalen Interesse der Bundesrepublik liegt.“ Menschenrechte? Kennt der Ex- Verfassungsschützer einfach nicht.
Auch der Lauterbach heuchelt mit
So passt es auch total ins Bild, wenn der Gesundheitsminister verspricht, nach einer Lösung zu suchen für zehn kolumbianische Pflegehelfer:innen, die in Rotenburg mit Abschiebung bedroht werden. Denn „ausländische Pflegekräfte sind bei uns mehr als willkommen, weil wir auf sie angewiesen sind …“, sagt der Lauterbach. Viel beachtlicher und auch trostreicher ist dabei das Engagement vieler Kolleg:innen der von Abschiebung Bedrohten und die Unterschriften von über 80.000 Menschen, die sich gegen die Abschiebungen ausgesprochen haben.
Klatsch
2024 endete für die Berliner Kinder und deren Eltern noch mal mit einer richtigen Ohrfeige. Kurz vor Jahresende gaben die DRK-Kliniken bekannt, dass sie die Kinderchirurgie im Westend schließen. Warum steht in der Presseerklärung erst mal nicht drin. Aber alle Klinikbeschäftigten wissen es ja eh. Der Kinderbereich ist in den DRGs so schlecht abgebildet, dass Kinderabteilungen sich für die Klinikchefs finanziell nicht lohnen. Die DRK- Chefs haben offenbar auch die Krankenhausreform vom Lauterbach gut genug gelesen, um zu wissen, dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
Schluss mit Niedrigstlöhnen
Die Regensburger Kolleg:innen haben sich mehr als nur ein bisschen Weihnachtsgeld erstreikt. Über 40 Tage Vollstreik und Einigkeit – damit erreichten sie einen Vertrag, der ihre Bezahlung bis 2027 an das Niveau des TV-L (Öffentlicher Dienst) heranführen wird. Dies bedeutet bis zu 40% mehr Lohn als er heute bei der Servicegesellschaft KDL gezahlt wird. Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes in der CFM ist auch unsere Forderung. Nur werden wir nicht noch mal zwei Jahre auf diesen warten.
Bundestagswahl – eine Stimme für die Arbeitenden!
Die Revolutionär Sozialistische Organisation, die das Vitamin C herausgibt, will gemeinsam mit der Revolutionär Internationalistischen Organisation in Berlin und München mit unabhängigen Kandidaturen zur Bundestagswahl antreten. Es treten an für die Erststimme Franziska Thomas (Sozialarbeiterin, RSO) im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg und Inés Heider (Sozialarbeiterin, RIO) in Friedrichshain-Kreuzberg. Wir benötigen weiterhin Unterstützungsunterschriften und finanzielle Unterstützung für die Wahlkampagne!
